„Hoffentlich spielen sie es so, wie es ist!“
Unter diesem kurzen Stoßgebet einer älteren Dame im Publikum, gerichtet an
ihre Sitznachbarin, gähnt ein philosophischer Abgrund.
Ja, wie ist es denn? Und was erwartet sie? ...
MAGMA feiert Spandaus Helden- Theater für die ganze Familie!
Spandau schlägt Berlin grün und blau!!!
Ja, das ist wirklich passiert! Vor gar nicht so langer Zeit, nämlich im Jahre 1567.
Da ging es so hoch her, da...
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„Hoffentlich spielen sie es so, wie es ist!“
Unter diesem kurzen Stoßgebet einer älteren Dame im Publikum, gerichtet an
ihre Sitznachbarin, gähnt ein philosophischer Abgrund.
Ja, wie ist es denn? Und was erwartet sie?
Ist es richtig so? Oder ist es falsch?
Ist es, wie es ist, so, wie es der Autor vor seinem geistigen Auge gesehen hat?
In unserer kleinen Versuchsanordnung sehen Sie
Faust 1, Gretchenszene, Seite neunundachtzig fortfolgende
Die Konstellation ist so einfach wie genial:
Ein Schauspieler, ein Regisseur, eine berühmte Szene der Theaterliteratur.
In rasantem Wechsel arbeiten sich die unterschiedlichsten Charaktere an der
“Kästchenszene” aus Goethes “Faust I”, Reclamheft, Seite 89, ff ab.
Hier gewährt Hübner tiefe Einblicke in das Bühnen- und Seelenleben von Theatermenschen und damit wohl auch ein wenig in seine eigenen Erlebnisse und
Erfahrungen als Schauspieler, Regisseur und Autor.
Humoresk, jedoch nicht ohne (Selbst-?) Ironie. Mal allerliebst naiv, mal zynisch und böse. Und dabei trifft Hübner stilsicher den Zungenschlag vieler Protagonisten auf Profi-, aber auch auf Amateurtheaterbühnen, ohne sie dabei vorzuführen.
Werden sie (unfreiwillig...?) zum Zeugen dieser kleinen Dramen, die sich so
oder so ähnlich tagtäglich auf deutschen Bühnen abspielen... zum Bespiel:
Die Anfängerin: "Guten Morgen, Herr Riedel, ich hab‘ da... ich hab da einige
Schwierigkeiten mit der Szene."
Der „Freud“-ianer: "Schon okay, du brauchst dich nicht vor mir zu erniedrigen,
bloß weil ich hier Regie führe, wir wollen uns ja kennenlernen, nicht wahr?"
Die Diva: "Herrgottnochmal, in diesem Kaff ein Taxi zu kriegen, scheint ja ein
Ding der Unmöglichkeit zu sein."
Der Streicher: "Alles schön und gut, aber zu lang, viel zu lang. Das hält nur auf."
Der alte Haudegen: "Sieh mal an, der Neippert ist gestorben. War bestimmt der
Magen. Kein schlechter Typ, sehr guter Posa gewesen bei Fehling, kleiner S-
Fehler."
Der Schmerzensmann: "Verschon mich mit der ganzen Theoriescheiße, der
Rezipient muss das nachher auch ganz unmittelbar aufnehmen. Wichtig ist, du
musst das fleischlich denken."
Und zu guterletzt, wohl überall präsent:
Die Hospitantin: "Ich hab‘ auch mal Theater gespielt. In der Schule. Dürrenmatt."
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MAGMA feiert Spandaus Helden- Theater für die ganze Familie!
Spandau schlägt Berlin grün und blau!!!
Ja, das ist wirklich passiert! Vor gar nicht so langer Zeit, nämlich im Jahre 1567.
Da ging es so hoch her, dass sogar der damalige Kurfürst in Gefahr geriet. Und an dieses einmalige Kapitel der Spandauer Stadtgeschichte erinnert jetzt MAGMA, die Traditionsbühne aus..? -
Jawoll, Spandau!!!
Dazu meint Christian Engels, Autor und Regisseur: "Das Stück ist David gegen Goliath. Der Knüttelkrieg war abgekartet. Spandau sollte verlieren. Und plötzlich ändern die einfach ihre Meinung und machen Berlin platt. Eine tolle Geschichte. Und wir erzählen sie so, als würden Asterix und Obelix, Don Quichotte und Sancho Panza und Dick und Doof gemeinsam in den Knüttelkrieg ziehen."
Im Jahr 2007, zum 775 Jahr-Fest der Stadt, wurde "Der Knüttelkrieg zu Spandau - wie er wirklich war" im Rahmen des Havelfestes zum ersten Mal aufgeführt. In jedem Jahr wuchsen einige Szenen hinzu. Neben der Schlacht in Zeitlupe, verführerischen Hofdamen und der Anwerbung von Soldaten im "DSDS"-Stil tritt auch eine "Ein-Frau-Seeschlacht" auf. Das historische Ereignis wird zu einer fröhlichen Veralberung von Heldentum und großen Fürsten.
Ein Theaterspaß für die ganze Familie, in Ihrem Theater "jenseits der Mitte"!!!
(Fotos von Olaf Thierbach)
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