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Mit diesem Volksstück von Ariano Suassuna wird ein junges, vitales Theater aus Südamerika vorgestellt, das durch seinen Witz und dem Einfallsreichtum der Handlung erfreut. Der Scharfblick des Autors auf die Schwächen seiner Gesellschaft und ihrer ...
*Der lustigste Engländer kommt nach Spandau*
Shakespeare - das klingt nach schwerer Kost. Aber Shakespeare kann leicht und komisch sein! Und das zeigt niemand so wie Sir John Falstaff. Dieser dicke Ritter ist in England eine Kultfigur, der komisc...
Mit diesem Volksstück von Ariano Suassuna wird ein junges, vitales Theater aus Südamerika vorgestellt, das durch seinen Witz und dem Einfallsreichtum der Handlung erfreut. Der Scharfblick des Autors auf die Schwächen seiner Gesellschaft und ihrer Menschen verbndet sich mit der Liebe zu denen, die mit Phantasie, Gedankenreichtum und einem naiven Glauben an Barmherizigkeit ihr karges Leben verschönern wollen. So auch Grilo und Chicó -- die beiden Helden des Spiels. Sicher finden ihre listenreichen Taten nicht immer die ungeteilte Zustimmung des Publikums. Aber sie fordern Hochachtung ab, wie sie um ihr tägliches Leben kämpfen - um zu überleben. Und sie animieren unserer Freude und unser Lachen, wie sie diesen Kampf bestehen.
Die Sympathie, die wir für Grilo und Chicó empfinden können, entsteht dadurch, daß sie niemals aufgeben, daß sie sich mit Optimismus immer wieder aus dem, teilweise von ihnen selbst geschaffenen, `Schlamassel` erheben.
Die Handlung des Spiels wird hier nicht erzählt. Sie ist zu bunt und hat zu viele unerwartete Wandlungen. *Das muß man sehen.*
Nur soviel sei angedeutet: Hunde sollen gesegnet werden, die dafür ein Testament machen. Katzen soll es geben, die Geld entkacken. Und eine Mundharmonika soll Schußwunden heilen. Und dann kommt man vom Hierseits ins Dortseits und wieder zurück ins Hierseits...
Ich kann\'s nicht erklären, aber so war das!!!
Der Boden, auf dem `Philosophen`, `Künstler` aber auch `Krieger` wie Grilo und Chicó gedeihen und blühen, ist nicht nur in Brasilien, São Paulo. Er ist überall, wo Macht, Geld und die Lüge regieren.
Das Testament des Hundes habe ich auf der Grundlage von Balladen und Volksgeschichten der nordöstlichen Gebiete Brasiliens geschrieben. Das Spiel soll einer großen Linie der Einfachheit folgen. Mein Stück ist dem Zirkus und den Volkstraditionen näher, als dem modernen Theater.
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*Der lustigste Engländer kommt nach Spandau*
Shakespeare - das klingt nach schwerer Kost. Aber Shakespeare kann leicht und komisch sein! Und das zeigt niemand so wie Sir John Falstaff. Dieser dicke Ritter ist in England eine Kultfigur, der komischste Bühnenheld aller Zeiten.
Und er lebt in unruhigen Zeiten: Der König ist krank, an allen Enden brennt das Reich, Bürgerkrieg bricht aus. Aber Sir John Falstaff denkt vor allem daran, wo er die nächste Flasche Sekt herbekommt. Er lebt unter den Lumpen Londons und befreundet sich mit dem Thronfolger. Falstaff lügt und betrügt, stiehlt, schmeichelt und beleidigt, er ist ein Trinker und ein Wüstling - und ein großer Fresser. Trotz aller Fehler - man muss Falstaff lieben: Ein großes fettes Kind, das mit der ganzen Welt feiern will und die schönsten Ausreden erfindet. Dennoch muss er in die Schlacht ziehen und kommt in größte Gefahr. Schließlich wird sein Freund König, der Erfolg ist zum Greifen nah... "Falstaff - der Held von England" erzählt von einem, der für ein gutes Essen mit der ganzen Welt kämpft - aber für sonst nichts.
Diese Geschichte erzählt Magma auf ungewöhnliche Weise. Nicola Lau und Burghard Achtenberg stellen unter der Regie von Christian Engels alle Rollen dar. Sie springen vom Prinzen zum leichten Mädchen, vom schlauen Diener zum trotteligen Richter, von der Kneipe zum Schlachtfeld und zurück. Alles ist möglich, und mit einem Fingerschnipsen entsteht ein neues Bild vor unseren Augen.
Spielfreude und Phantasie zeigen, dass für mitreißendes Theater ein Besen und ein Koffer reichen. Ab dem 1. Juni 2007 im Kulturhaus Spandau.
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