`Es gibt nichts Gutes, außer man tut es`. Diesem Zitat von Erich Kästner folgt Magma und lässt ihn `Revue passieren`. Tauchen Sie mit uns ein in einen Abend voller Überraschungen. Sehen und hören Sie Chansons, Gedichte und Kabarett-Texte ...
„Hoffentlich spielen sie es so, wie es ist!“
Unter diesem kurzen Stoßgebet einer älteren Dame im Publikum, gerichtet an
ihre Sitznachbarin, gähnt ein philosophischer Abgrund.
Ja, wie ist es denn? Und was erwartet sie? ...
Keine Beschreibung vorhanden
`Es gibt nichts Gutes, außer man tut es`. Diesem Zitat von Erich Kästner folgt Magma und lässt ihn `Revue passieren`. Tauchen Sie mit uns ein in einen Abend voller Überraschungen. Sehen und hören Sie Chansons, Gedichte und Kabarett-Texte des unvergessenen Satirikers, über Themen, die aktueller sind denn je...
Reinhold Kropp `war so frei` und hat aus dem scheinbar unendlichen Werk von Erich Kästner literarische Pralinées mit einem roten Faden zum Jahrmarkt der Gefühle verknüpft. Da darf gelacht, aber auch gedacht werden.
`Hereinspaziert!`! 90 Minuten lang entführt Magma Sie in die Welt des letzten großen Moralisten. Live-Musik (Chansons geschrieben und gespielt von Florian Heilmann) und Multimedia-Projektionen bilden den audiovisuellen Rahmen des szenischen Kästnerabends, an dem eine Auswahl von seinen typischen Werken, - bissig, kritisch, aber immer auch amüsant -, präsentiert wird.
`Steigen auch Sie auf das Karussell der Gefühle!` Kommen Sie auf den `Jahrmarkt des Lebens`, auf dem sich die `Schausteller` befinden und nie genau wissen, was kommt. Hier die Liebe und das Glück, dort die Trauer und der alltägliche Unsinn. Zuckerwatte oder Schnaps.
Kropp dazu: `Was Kästner bewegt hat, hat auch uns bewegt und soll die Zuschauer bewegen, zu uns zu kommen.` Erleben Sie Kästner und sehen Sie die Welt mit einem weinenden und einem lachenden Auge!
Mehr
„Hoffentlich spielen sie es so, wie es ist!“
Unter diesem kurzen Stoßgebet einer älteren Dame im Publikum, gerichtet an
ihre Sitznachbarin, gähnt ein philosophischer Abgrund.
Ja, wie ist es denn? Und was erwartet sie?
Ist es richtig so? Oder ist es falsch?
Ist es, wie es ist, so, wie es der Autor vor seinem geistigen Auge gesehen hat?
In unserer kleinen Versuchsanordnung sehen Sie
Faust 1, Gretchenszene, Seite neunundachtzig fortfolgende
Die Konstellation ist so einfach wie genial:
Ein Schauspieler, ein Regisseur, eine berühmte Szene der Theaterliteratur.
In rasantem Wechsel arbeiten sich die unterschiedlichsten Charaktere an der
“Kästchenszene” aus Goethes “Faust I”, Reclamheft, Seite 89, ff ab.
Hier gewährt Hübner tiefe Einblicke in das Bühnen- und Seelenleben von Theatermenschen und damit wohl auch ein wenig in seine eigenen Erlebnisse und
Erfahrungen als Schauspieler, Regisseur und Autor.
Humoresk, jedoch nicht ohne (Selbst-?) Ironie. Mal allerliebst naiv, mal zynisch und böse. Und dabei trifft Hübner stilsicher den Zungenschlag vieler Protagonisten auf Profi-, aber auch auf Amateurtheaterbühnen, ohne sie dabei vorzuführen.
Werden sie (unfreiwillig...?) zum Zeugen dieser kleinen Dramen, die sich so
oder so ähnlich tagtäglich auf deutschen Bühnen abspielen... zum Bespiel:
Die Anfängerin: "Guten Morgen, Herr Riedel, ich hab‘ da... ich hab da einige
Schwierigkeiten mit der Szene."
Der „Freud“-ianer: "Schon okay, du brauchst dich nicht vor mir zu erniedrigen,
bloß weil ich hier Regie führe, wir wollen uns ja kennenlernen, nicht wahr?"
Die Diva: "Herrgottnochmal, in diesem Kaff ein Taxi zu kriegen, scheint ja ein
Ding der Unmöglichkeit zu sein."
Der Streicher: "Alles schön und gut, aber zu lang, viel zu lang. Das hält nur auf."
Der alte Haudegen: "Sieh mal an, der Neippert ist gestorben. War bestimmt der
Magen. Kein schlechter Typ, sehr guter Posa gewesen bei Fehling, kleiner S-
Fehler."
Der Schmerzensmann: "Verschon mich mit der ganzen Theoriescheiße, der
Rezipient muss das nachher auch ganz unmittelbar aufnehmen. Wichtig ist, du
musst das fleischlich denken."
Und zu guterletzt, wohl überall präsent:
Die Hospitantin: "Ich hab‘ auch mal Theater gespielt. In der Schule. Dürrenmatt."
Mehr
Mehr