... ist in Vorbereitung. Sobald es soweit ist, steht's hier als erstes.
Bis dahin lassen sich unsere anderen Stücke in der
Galerie entdecken.
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„Hoffentlich spielen sie es so, wie es ist!“
Unter diesem kurzen Stoßgebet einer älteren Dame im Publikum, gerichtet an
ihre Sitznachbarin, gähnt ein philosophischer Abgrund.
Ja, wie ist es denn? Und was erwartet sie? ...
Diese Komödie spielt in verschiedenen Schlafzimmern. Nicht weiter überraschend, wenn ein Theaterstück sich "Schlafzimmergäste" nennt.
In diesen Zimmern treffen sich in derselben Nacht die unterschiedlichsten "Gäste" mit einem im Grunde ähnli...
„Hoffentlich spielen sie es so, wie es ist!“
Unter diesem kurzen Stoßgebet einer älteren Dame im Publikum, gerichtet an
ihre Sitznachbarin, gähnt ein philosophischer Abgrund.
Ja, wie ist es denn? Und was erwartet sie?
Ist es richtig so? Oder ist es falsch?
Ist es, wie es ist, so, wie es der Autor vor seinem geistigen Auge gesehen hat?
In unserer kleinen Versuchsanordnung sehen Sie
Faust 1, Gretchenszene, Seite neunundachtzig fortfolgende
Die Konstellation ist so einfach wie genial:
Ein Schauspieler, ein Regisseur, eine berühmte Szene der Theaterliteratur.
In rasantem Wechsel arbeiten sich die unterschiedlichsten Charaktere an der
“Kästchenszene” aus Goethes “Faust I”, Reclamheft, Seite 89, ff ab.
Hier gewährt Hübner tiefe Einblicke in das Bühnen- und Seelenleben von Theatermenschen und damit wohl auch ein wenig in seine eigenen Erlebnisse und
Erfahrungen als Schauspieler, Regisseur und Autor.
Humoresk, jedoch nicht ohne (Selbst-?) Ironie. Mal allerliebst naiv, mal zynisch und böse. Und dabei trifft Hübner stilsicher den Zungenschlag vieler Protagonisten auf Profi-, aber auch auf Amateurtheaterbühnen, ohne sie dabei vorzuführen.
Werden sie (unfreiwillig...?) zum Zeugen dieser kleinen Dramen, die sich so
oder so ähnlich tagtäglich auf deutschen Bühnen abspielen... zum Bespiel:
Die Anfängerin: "Guten Morgen, Herr Riedel, ich hab‘ da... ich hab da einige
Schwierigkeiten mit der Szene."
Der „Freud“-ianer: "Schon okay, du brauchst dich nicht vor mir zu erniedrigen,
bloß weil ich hier Regie führe, wir wollen uns ja kennenlernen, nicht wahr?"
Die Diva: "Herrgottnochmal, in diesem Kaff ein Taxi zu kriegen, scheint ja ein
Ding der Unmöglichkeit zu sein."
Der Streicher: "Alles schön und gut, aber zu lang, viel zu lang. Das hält nur auf."
Der alte Haudegen: "Sieh mal an, der Neippert ist gestorben. War bestimmt der
Magen. Kein schlechter Typ, sehr guter Posa gewesen bei Fehling, kleiner S-
Fehler."
Der Schmerzensmann: "Verschon mich mit der ganzen Theoriescheiße, der
Rezipient muss das nachher auch ganz unmittelbar aufnehmen. Wichtig ist, du
musst das fleischlich denken."
Und zu guterletzt, wohl überall präsent:
Die Hospitantin: "Ich hab‘ auch mal Theater gespielt. In der Schule. Dürrenmatt."
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Diese Komödie spielt in verschiedenen Schlafzimmern. Nicht weiter überraschend, wenn ein Theaterstück sich "Schlafzimmergäste" nennt.
In diesen Zimmern treffen sich in derselben Nacht die unterschiedlichsten "Gäste" mit einem im Grunde ähnlichen Problem: Sie haben Ärger in ihrer Beziehung und wissen nicht so recht, wohin mit sich.
Es zeigt sich, wie vier Paare ganz unterschiedlich in ihren Beziehungsmustern gefangen sind. Einige richten sich dort häuslich ein, wieder andere leiden darunter. Ayckbourn beleuchtet diese Thematik mit einem humoristischen Augenzwinkern.
Ernest und Delia sind ein Paar in den Mittfünfzigern; sie feiern ihren Hochzeitstag. Ihr Sohn Trevor ist mit Susannah verheiratet; die beiden haben allerdings momentan eine Beziehungskrise. Trevors Ex-Flamme Jan hat Nick geheiratet. Malcolm und Kate, ein befreundetes Pärchen, ist kürzlich zusammengezogen und lädt zur großen Einweihungsparty ein.
Kate und Malcolm geben eine Einweihungsparty und haben unter anderem die befreundeten Paare Nick und Jan und Trevor und Susannah eingeladen. Nick kann wegen eines Rückenleidens nicht mitkommen. Jan geht alleine zur Party. Trevor und Susannah gehen schon zerstritten dorthin. Der Streit eskaliert und beide lassen die Party platzen. Kurze Zeit später küssen sich Jan und Trevor, was Susannah mitkriegt. Erbost und zeternd verschwindet sie. Der Kuss ist den Ex-Lovern peinlich; Jan beichtet Nick den Kuss, der ist aber nur mit seinem Rücken beschäftigt. Um die Wogen zu glätten, geht Trevor zu den beiden, um über alles zu reden. In der Zwischenzeit ist Susannah bei Trevors Eltern aufgetaucht und klagt ihr Leid. Als alle Missverständnisse aus dem Weg geräumt und die Wogen geglättet sind, wollen es Trevor und Susannah noch mal mit einander versuchen...
Das 1975 entstandene Stück wurde noch im gleichen Jahr uraufgeführt. Alan Ayckbourn führte bei der Uraufführung in London auch Regie.
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