... ist in Vorbereitung. Sobald es soweit ist, steht's hier als erstes.
Bis dahin lassen sich unsere anderen Stücke in der
Galerie entdecken.
Der unverheiratete und in die Jahre gekommene Gutsbesitzer Phillip Klapproth möchte zu gerne noch einmal das irre Leben der Großstadt kennen lernen. Dafür reist er extra aus seinem Heimatort Kyritz an der Knatter in die große Stadt Berlin. Hier t...
*Der lustigste Engländer kommt nach Spandau*
Shakespeare - das klingt nach schwerer Kost. Aber Shakespeare kann leicht und komisch sein! Und das zeigt niemand so wie Sir John Falstaff. Dieser dicke Ritter ist in England eine Kultfigur, der komisc...
„Hoffentlich spielen sie es so, wie es ist!“
Unter diesem kurzen Stoßgebet einer älteren Dame im Publikum, gerichtet an
ihre Sitznachbarin, gähnt ein philosophischer Abgrund.
Ja, wie ist es denn? Und was erwartet sie? ...
*Der lustigste Engländer kommt nach Spandau*
Shakespeare - das klingt nach schwerer Kost. Aber Shakespeare kann leicht und komisch sein! Und das zeigt niemand so wie Sir John Falstaff. Dieser dicke Ritter ist in England eine Kultfigur, der komischste Bühnenheld aller Zeiten.
Und er lebt in unruhigen Zeiten: Der König ist krank, an allen Enden brennt das Reich, Bürgerkrieg bricht aus. Aber Sir John Falstaff denkt vor allem daran, wo er die nächste Flasche Sekt herbekommt. Er lebt unter den Lumpen Londons und befreundet sich mit dem Thronfolger. Falstaff lügt und betrügt, stiehlt, schmeichelt und beleidigt, er ist ein Trinker und ein Wüstling - und ein großer Fresser. Trotz aller Fehler - man muss Falstaff lieben: Ein großes fettes Kind, das mit der ganzen Welt feiern will und die schönsten Ausreden erfindet. Dennoch muss er in die Schlacht ziehen und kommt in größte Gefahr. Schließlich wird sein Freund König, der Erfolg ist zum Greifen nah... "Falstaff - der Held von England" erzählt von einem, der für ein gutes Essen mit der ganzen Welt kämpft - aber für sonst nichts.
Diese Geschichte erzählt Magma auf ungewöhnliche Weise. Nicola Lau und Burghard Achtenberg stellen unter der Regie von Christian Engels alle Rollen dar. Sie springen vom Prinzen zum leichten Mädchen, vom schlauen Diener zum trotteligen Richter, von der Kneipe zum Schlachtfeld und zurück. Alles ist möglich, und mit einem Fingerschnipsen entsteht ein neues Bild vor unseren Augen.
Spielfreude und Phantasie zeigen, dass für mitreißendes Theater ein Besen und ein Koffer reichen. Ab dem 1. Juni 2007 im Kulturhaus Spandau.
Mehr
„Hoffentlich spielen sie es so, wie es ist!“
Unter diesem kurzen Stoßgebet einer älteren Dame im Publikum, gerichtet an
ihre Sitznachbarin, gähnt ein philosophischer Abgrund.
Ja, wie ist es denn? Und was erwartet sie?
Ist es richtig so? Oder ist es falsch?
Ist es, wie es ist, so, wie es der Autor vor seinem geistigen Auge gesehen hat?
In unserer kleinen Versuchsanordnung sehen Sie
Faust 1, Gretchenszene, Seite neunundachtzig fortfolgende
Die Konstellation ist so einfach wie genial:
Ein Schauspieler, ein Regisseur, eine berühmte Szene der Theaterliteratur.
In rasantem Wechsel arbeiten sich die unterschiedlichsten Charaktere an der
“Kästchenszene” aus Goethes “Faust I”, Reclamheft, Seite 89, ff ab.
Hier gewährt Hübner tiefe Einblicke in das Bühnen- und Seelenleben von Theatermenschen und damit wohl auch ein wenig in seine eigenen Erlebnisse und
Erfahrungen als Schauspieler, Regisseur und Autor.
Humoresk, jedoch nicht ohne (Selbst-?) Ironie. Mal allerliebst naiv, mal zynisch und böse. Und dabei trifft Hübner stilsicher den Zungenschlag vieler Protagonisten auf Profi-, aber auch auf Amateurtheaterbühnen, ohne sie dabei vorzuführen.
Werden sie (unfreiwillig...?) zum Zeugen dieser kleinen Dramen, die sich so
oder so ähnlich tagtäglich auf deutschen Bühnen abspielen... zum Bespiel:
Die Anfängerin: "Guten Morgen, Herr Riedel, ich hab‘ da... ich hab da einige
Schwierigkeiten mit der Szene."
Der „Freud“-ianer: "Schon okay, du brauchst dich nicht vor mir zu erniedrigen,
bloß weil ich hier Regie führe, wir wollen uns ja kennenlernen, nicht wahr?"
Die Diva: "Herrgottnochmal, in diesem Kaff ein Taxi zu kriegen, scheint ja ein
Ding der Unmöglichkeit zu sein."
Der Streicher: "Alles schön und gut, aber zu lang, viel zu lang. Das hält nur auf."
Der alte Haudegen: "Sieh mal an, der Neippert ist gestorben. War bestimmt der
Magen. Kein schlechter Typ, sehr guter Posa gewesen bei Fehling, kleiner S-
Fehler."
Der Schmerzensmann: "Verschon mich mit der ganzen Theoriescheiße, der
Rezipient muss das nachher auch ganz unmittelbar aufnehmen. Wichtig ist, du
musst das fleischlich denken."
Und zu guterletzt, wohl überall präsent:
Die Hospitantin: "Ich hab‘ auch mal Theater gespielt. In der Schule. Dürrenmatt."
Mehr